A Travellerspoint blog

Inverness

Hauptstadt der Highlands

overcast -17 °C
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20.August 2007
Habe praktisch den ganzen Tag im Bus verbracht und war dann doch ziemlich froh, endlich in Inverness angekommen zu sein. In der Busstation habe ich mir schon mal meine Tickets nach Orkney gesichert und habe dort auch gerade einen Stadtplan mit Anweisungen zur Jugi erhalten. Dort eingecheckt und alles abgeladen hat es mir gerade noch gereicht, vor 17:30 in der Stadt etwas zu Essen und einen Tigerbalsam zu besorgen. In der Nacht vorher hat mir naemlich eine besorgte (oder auch genervte) Zimmergenossin waehrend der Nacht immer dann ihren Tigerbalsam in die Finger gedrueckt, wenn ich wieder Mal ohne Unterbruch gehustet habe. Und es hat auch hervorragend gewirkt. Na ja, jedenfalls habe ich einen ROTEN Tigerbalsam erwischt und der ist nicht so toll gegen Husten. Er riecht nicht wirklich nach Menthol, sondern eher nach Zimt und er waermt auch nicht so schoen wie der andere. Also musste ich am Tag darauf noch einmal in die Apotheke und habe mir einfach so ein regulaeres Husten-einreibe-Mittel besorgt. Das hat seine Wirkung dann auch getan und seither schlafe ich die Naechte auch wieder ziemlich gut durch.

Abends habe ich dann einen Typen aus Wales kennen gelernt, der gerade von Fort William (an der Westkueste) nach Inverness (Ostkueste) gelaufen ist. War ganz interessant, mit ihm zu plaudern. Dazu kam ein Australier, der irgendwie seit 5 Monaten in der ganzen Welt unterwegs ist... Es gab also viel zu erzaehlen.

21.August
Am Morgen bin ich Richtung Hafen spaziert, um dort eine Delphin-Sighting-Bootsfart zu machen. Wir waren auch anderthalb Stunden auf dem Wasser, aber ausser ein paar Voegeln und einer Robbe gaaaanz weit weg habe ich nichts gesehen. Also, die Landschaft war natuerlich auch nicht ohne, aber ich war ja vor allem wegen den Delphinen da und war dementsprechend enttaeuscht, keine zu Gesicht bekommen zu haben.
Nach einem Frust-Zmittag im McDonalds habe ich dann ganz spontan eine Tour zum Loch Ness gebucht, wo ich auch gerade noch den letzten Platz bekommen habe. Manchmal ist es eben doch ganz gut, alleine zu reisen... :-). Inverness liegt ja am River Ness und es war nur eine kurze Fahrt bis zum Loch Ness. Nach etwa 20 Minuten entlang dem See sind wir auf ein Boot umgestiegen und eine halbe Stunde lang auf Loch Ness getuckert :-). Das gute daran war, dass ich hier schon von Anfang an nicht erwartet hatte, etwas anderes als Landschaft zu sehen, deshalb war ich auch nicht enttaeuscht, als Nessie tatsaechlich nicht aufgetaucht ist :-).
Das Boot hat uns direkt zum Urquhart Castle gebracht - oder zumindest den Ruinen, die von der gewaltigen Burg uebrig geblieben sind, nachdem es waehrend den Auseinandersetzungen zwischen Jakobikanern und der Britischen Krone in die Luft gesprengt worden ist. Die Ruine war sehr eindrucksvoll, auch dank dem fantastischen Blick ueber Loch Ness. Danach gings zurueck nach Inverness.

22.August
Am Morgen bin ich zur Touristen-Information, um mich ueber die City-Sightseeing-Tour mit zusaetzlichem Bus zu umliegenden Sehenswuerdigkeiten zu informieren.Den ersten Bus habe ich dann dummerweise um wenige Minuten verpasst, also habe ich tatsaechlich erst mal die Stadtrundfahrt gemacht. Die war eigentlich ziemlich unspektakulaer.
Mit dem anderen Bus gings dann erst zum Culloden Battlefield, wo die letzte (aeusserst blutige) Schlacht auf Schottischem Boden stattgefunden hat (ich glaube etwa um 1747). Da der Bus aber nur alle 2 Stunden faehrt und ich nicht glaube, dass ich mich so lange auf einem historischen Stueck Moorland haette unterhalten koennen bin ich dort nicht ausgestiegen.
Weiter ging's zum Cawdor Castle (beruehmt durch Shakespeare's MacBeth). Das habe ich besichtigt, zusammen mit den eindrucksvollen Gaerten. Das Schloss selber ist bis heute bewohnt von der Graefin von Cawdor (bis auf die Sommermonate, wo sie anscheinend sonstwo Urlaub macht und die Tueren fuer Touristen oeffnet) und das hat der ganzen Burg einen ganz speziellen Touch gegeben. Es war nicht die "Museums-Stimmung", die sonst an diesen Orten herrscht, sondern es hatte auch Familienfotos, moderne Gemaelde und Buecher in den Raeumen. Ein wirklich tolles Erlebnis.
Nach zwei Stunden gings weiter zum Fort George, einer IMMENSEN Festung, die direkt nach der Schlacht von Culloden gebaut worden ist. Die Briten hatten naemlich Angst, dass die Highlander nach dem schrecklichen Massaker weitere Aufstaende machen wuerden (Anscheinend wurde nachdem die Briten die Schlacht gewonnen hatten der Befehl gegeben, alle Verwundeten und Schaulustigen auf dem Schlachtfeld hinzurichten). Das ist aber nie geschehen - wohl vor allem, weil ja alle Aufstaendigen tot waren. Das Fort wurde also nie fuer seinen urspruenglichen Zweck verwendet - bleibt aber bis heute in Gebrauch des Militaers als Ausbildungsstaette.
Vom Fort hatte man auch einen wunderbaren Ausblick aufs Meer und da bin ich dann ganz unerwartet doch noch zu meinen Delphinen gekommen. Direkt unter den Festungsmauern sind ploetzlich etwa 6-10 Delphine aufgetaucht, die direkt vor unseren Nasen herumgetollt und herumgesprungen sind. Das war natuerlich super :-)

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Aberdeen

Stadt aus Granit

rain 10 °C
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Nach einer Busbahrt durch viel Land und wenig Haeuser bin ich in Aberdeen angekommen. Der Anblick von Aberdeen bei dem schlechten Wetter, das hier momentan vorherrscht, ist ziemlich trist. Praktisch die ganze Stadt ist aus Granit gebaut. Was im Sonnenschein der Stadt scheinbar einen slibernen 'Glanz' verleiht macht sie dafuer bei Regen und schlechtem Wetter absolut grau und ungemuetlich.

16.August
In Aberdeen angekommen habe ich mir erst mal vorgenommen, den Weg zur Jugendherberge zu laufen - obwohl man laut Wegbeschrieb 20 Minuten hat und ich immer noch an meiner Erkaeltung von Glasgow her zu schaffen habe. Schon nach 5 Minuten habe ich dann die besagte Queen Street gefunden. Das hat mich recht stutzig gemacht und ich habe noch mal in meinen Unterlagen nachgeschaut, um herauszufinden, dass ich zur Queen's Road muss. Also habe ich den Rucksack wieder angeschnallt, bin zurueck zur Hauptstrasse (Union Street) und habe mich zur Queen's Road aufgemacht. Nach einer guten halben Stunde war ich aber so fertig und so verschwitzt, dass ich den Bus genommen habe. Hier kriegt man im Bus kein Rueckgeld fuer Tickets - kann sie aber nirgens sonst kaufen. Das finde ich ziemlich doof. Ich hatte nur ein 2-Pfund-Stueck, war aber bereit, das zu bezahlen, wenn mich nur jemand zur Jugi bringen wuerde. Der Buschauffeur hat mir dann netterweise zwei Pfundstuecke gewechselt und so musste ich nur £1 bezahlen (statt den eigentlichen 70p). Item. Jedenfalls hat mich der Bus genau vor die Jugendherberge gebracht und ich war richtig froh hier zu sein.

Die Jugi ist seit langem wieder Mal keine unabhaengige, sondern eine, die an den internationalen Jugendherbergen-Verband angeschlossen ist. Es ist so richtig nett hier. Ich bin in einem 4er Zimmer, nur mit Frauen, es hat genuegend WCs und Duschen, eine grosse Kueche, ein grosses Esszimmer, eine TV-Lounge, Internetzugang, einen "Ruheraum" zum lesen, Waschmaschinen... alles, was das Backpacker-Herz so begehrt.

Nachdem ich mein Zeug hier abgeladen und mich etwas erholt habe bin ich zurueck in die Stadt spaziert (und man hat nicht 20 min, sondern mindestens eine halbe Stunde - und das ohne Gepaeck. In der Stadt habe ich einen Grosseinkauf an Essen gemacht. Es hat alles so gut ausgesehen, dass ich nichts widerstehen konnte. Aber ich bin ja auch 4 Tage hier, da brauche ich viel zu Essen :-)

17.August
Wieder mal richtig ausgeschlafen und dann ausgiebig gefruehstueckt mit Choco Pops, Milch, Tee, Orangensaft, Toast, Kaese und Nutella. Dann bin ich ins beruehmte und mehrmals ausgezeichnete Maritime Museum geschlendert (das aber trotzdem immer noch gratis ist - wie hier ja ueblich). Es war sehr gut und hat ausgiebig ueber die Geschichte von Aberdeen als wichtiger Hafen im Oel- und Fischereibusiness, aber auch im Personen- und Frachtverkehr dargelegt. Von dort bin ich weiter ins Tolbooth Museum, das frueher als Kerker gedient hat und die "Kriminalgeschichte" der Stadt behandelt. Nach einem weiteren Spaziergang bin ich am Strand gelandet, wo es eine schoene Strandpromenade hat. Am Hafen angelangt habe ich ein kleines, uraltes Quartier entdeckt, das wohl frueher mal ein Fischereidoerfchen war. Richtig herzig mit engen Gassen und Mittelmeer-Flair. Von dort aus bin ich durch den Hafen zurueck ins City Centre spaziert.

18.August
Heute habe ich mir mal ein bischen Luxus geleistet :-) In einem Minibus mit nur 16 Sitzplaetzen und einer Reisegruppe von gerade mal 12 Personen bin ich auf eine Tagestour in die Royal Deeside aufgebrochen. Die besagte Region nennt sich so, weil sie Standort einer koeniglichen Residenz ist, wo die Koenigin auch traditionellerweise jedes Jahr ihren Urlaub Anfang August (also JETZT) verbringt.
Erster Stopp waren die Falls of Feugh, wo man eigentlich Lachs springen sehen koennte - wenn er dann springen wuerde. Ich habe jedenfalls nur einen Vogel gesehen, der - wohl genau wie wir - vergeblich auf Lachs gewartet hat. Der Fluss und "Wasserfall" (na ja, so ein bischen Steine wo das Wasser rueber fliesst) waren trotzdem einen Besuch wert. Sehr schoener Anblick.
Weiter gings zur Crathie Kirk - der Kirche, in welcher die Queen selbst am naechsten Tag ihren Kirchenbesuch absolvieren sollte). Die Kirche ist nur unweit vom Tor zum Balmoral Castle - wo die Queen eben gerade im Urlaub ist. Ich habe also quasi die selbe Luft geatmet wie sie - ausser die wird gefiltert, bevor sie ins Schloss kommt :-). Item. Weil die Queen da war konnten wir das Castle nicht besuchen. Sie mag wohl keinen Besuch. Dafuer habe ich eine weitere Tour durch eine Destillerie genossen inkl. einem gratis Whisky in der Royal Lochnager Distillery.

In der Nacht habe ich wieder Mal alle wach gehalten mit meinem elenden Husten. Um 1:30 bin ich aufgestanden und habe mir in der Kueche einen Tee gemacht. Dort habe ich mit dem Nachtwaerter geplaudert und irgendwann ist noch ein zweiter von der Jugendherberge hinzugekommen... Jedenfalls bin ich irgendwann in ihrem Teil der Jugi gelandet und wir haben West Side Story geschaut - der Nachtwaerter, Ryan (der Typ, der um 7 Uhr morgens uebernehmen musste) und ich. War ganz lustig und um 4 Uhr bin ich dann ins Bett und konnte auch tatsaechlich schlafen. Ryan ist aber scheinbar um seinen Schlaf gekommen und als ich ihn am naechsten Morgen sah war er ziemlich muede :-)

19.August
Ich konnte ja gluecklicherweise ausschlafen und habe wieder ausgiebig gefruehstueckt. Dann bin ich gegen Mittag mal in die Stadt und zur St.Nicholas Kirk. Das ist eine Kirche, die irgendwann im Laufe der Zeit zweigeteilt wurde um beiden Kirchen (der katholischen und der reformierten) eine eigene Kirche zu bieten. Weil Sonntag war und in beiden Kirchen Veranstaltungen stattfanden bin ich nur durch den Friedhof spaziert.
Weiter gings in den Norden der Stadt zur Old Town, die sich damals um das King's College gegruendet hat. Das College selbst strotzt mit sehr schoenen (Granit-)Gebaeuden und einer eigenen Kapelle.
Wieder zurueck im Stadtzentrum bin ich noch etwas durch die Laeden gestrollt und dann ins Kino zu Rush Hour 3 - war ganz lustig. Und als ich zum Kino heraus kam hat tatsaechlich die Sonne geschienen und ich habe doch noch einen kleinen Einblick davon bekommen, wie Aberdeen im Sonnenlicht aussieht.

Morgen bin ich den ganzen Tag im Bus - ich gehe nach Inverness und statt den direkten Weg zu nehmen gehe ich ueber Edinburgh. Das kostet mich einiges weniger, weil auf den Strecken von- und nach Edinburgh auch eine Billigbus-Gesellschaft faehrt, die zwischen Aberdeen und Inverness aber keine Dienste anbietet.

Posted by Guebi 02:53 Archived in Scotland Comments (0)

Edinburgh

Das mittelalterliche Manhattan

overcast

12.August Mit dem Bus bin ich nach Edinburgh gefahren, was nur etwa 1,5 Stunden dauert. Der Anblick der Burg und der Altstadt hat mich schon vom Bus aus fast umgehauen. Eine absolut faszinierende Stadt, die nicht umsonst den Beinamen "mittelalterliches Manhattan" traegt. Die haeuser der Altstadt gleichen von der Bauweise her im weitesten Sinne der Berner Altstadt, nur dass sie viiiiiel hoeher sind - richtige Hochhaeuser im mittelalterlichen Stil mit Schnoerkeln und Tuermchen und allem wilden. Richtig umwerfend (umso mehr im Abendlicht...)

Ich bin dann den Huegel hinauf gekrakselt und habe die Burg besucht. Ebenfalls sehr eindruecklich mit vielen Museen, den Schottischen Kronjuwelen, dem Stone of Destiny (dem Stein, auch welchem die Schottischen Koenige gekroent wurden), einem Kriegsmuseum (die Schotten haben ja eine riesige Kriegsgeschichte und waren immer gefuerchtete Krieger - worauf sie bis heute sehr stolz sind). Das Museum wuerde wohl einen ganzen Tag in Anspruch nehmen - ich hatte leider nur 4 Stunden zeit bis es geschlossen hat.

13.August Als erstes habe ich erfolglos das in meinem Reisefuehrer geruehmte Tartan-Museum zu finden, habe es dann aber irgendwann aufgegeben. Einen Abstecher in die National Gallery mit grossen und beruehmten Malern. War eindruecklich, aber ich war trotzdem nicht wirklich lange drin. Ich musste meinen Rucksack in den Haenden tragen und im oberen Stock war gar kein Gepaeck erlaubt (Sicherheitsvorkehrungen). Da bin ich lieber weiter zum Scotch Whisky Heritage Centre, wo ich eine Whisky-Tour gemacht habe ueber Geschichte und Herstellung vom schottischen Whisky (bin schon bald eine Whisky-Expertin ;-)). Das Whisky-Glas, aus welchem ich meinen gratis Whisky getrunken habe, durfte ich als Souvenir sogar behalten.

Im Palace of Holyroodhouse wohnt die englische Queen oder andere koenigliche Hoheiten immer dann, wenn sie in Schottland sind. In der Tour durch das Schloss hat man viele Raeume gesehen, in welchen Staatsgaeste empfangen werden und Anlaesse abgehalten werden - einen Einblick, wie die englischen Koenige aber selbst wohnen gabs leider keinen. Lediglich die Gemaecher der ehemaligen Mary Queen of Scots waren zugaenglich... Aber das ist ja jetzt auch ein paar Jahrhunderte her.

Die Mary King's Close war hingegen sehr beeindruckend. Das sind 4 alte Gassen, die im 17. Jahrhundert einfach ueberbaut wurden. Dafuer wurden die hohen Haeuser einfach 'enthauptet' und als Fundament fuer das neue Haus benutzt. Die mittelalterlichen Gassen und einige Haeuser bleiben aber bis heute erhalten und man kann eine Fuehrung durch die unterirdische Stadt machen. Da dieser Stadtteil mit abertausenden von Einwohnern damals sehr stark von der Pest heimgesucht wurden war das ein grosses Thema. Ausserdem glaubt man, dass es in den Gassen spukt und so gab es viele schaurige Momente (vor allem dank unserem Fuehrer, der sich einen Spass daraus machte, uns Angst einzujagen). Trotzdem eine sehr eindrueckliche Reise ins mittelalterliche Edinburgh.

Am Abend ist Amanda, eine Schottin, in mein Zimmer gekommen mit einer Flasche Wein in der Hand (was bei Schotten normal sei) und hat mir Wein angeboten. Also haben wir zusammen die Flasche geleert und sind dann zu einem Hamburger und einem Gin Tonic in ein nahegelegenes Pub. War ganz lustig, mal mit einer SCHOTTIN unterwegs zu sein und nicht immer mit anderen reisenden Auslaendern.

14.August In meiner Tagestour bin ich zum Wallace Monument, das dort steht, wo der beruehmte William Wallace (aus dem Film Braveheart bekannt) die britischen Soldaten besiegt hat. Braveheart selbst war noch einmal ein anderer Schottischer Held und gar nicht William Wallace, wie ich von der jungen und super lustigen und kompetenten Reisefuehrerin erfahren habe. Der Film habe sowieso wenig mit den wirklichen Gegebenheiten zu tun (so hatten sie z.B. auch noch keine blaue Farbe, um sich die schottische Flagge aufs Gesicht zu malen), aber sie hat ihn trotzdem gemocht, weil er so brutal ist. Debs (so hiess die Reisefuehrerin) hat sich sowieso einen Spass daraus gemacht, zu erzaehlen, wie die Leute damals hingerichtet wurden - so z.B. Braveheart der auf grausamste weise gefoltert, aber immer nett am Leben erhalten wurde oder Mary Queen of Scots, die ja eigentlich gekoepft wurde, aber der Kopf erst beim 3.Mal wirklich abgetrennt wurde. Sie hatte sogar ein Spielzeug-Schwert dabei und hat die Dinge im Bus vorgespielt. Es war SUPPER :-)

Nach eindruekclichen Landschaften und Wasserfaellen sind wir in die aelteste Whisky-Destillerie Schottlands zum Famous Grouse Experience mit noch mehr Whisky. Wie gesagt - mir kann jetzt in Sachen Whisky niemand mehr etwas vormachen!!! ;-)

Am abend gings dann noch ins Military Tattoo im Schlosshof. Es hat zwar waehrend der ganzen Show geregnet, aber so gehoert es sich ja schliesslich in Schottland ;-) Die Show selber war echt spektakulaer und supper. Einfach etwas zu kurz, so schien es mir.

15.August Heute gibt es wieder einen etwas entspannteren Tag, bevor ich dann morgen weiter nach Aberdeen reise.

Posted by Guebi 04:56 Archived in Scotland Comments (0)

Noch mehr Glasgow...

...und eine Grippe im Anmarsch...

rain
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Jaja, das Wetter hat nicht wirklich lange gehalten. Seit gestern regnets wieder und es scheint noch lange nicht aufhoeren zu wollen. Ich treibe mich jetzt vor allem in den Museen der Stadt rum (alle gratis und alle sehr gut), um nicht allzu nass zu werden. Gestern habe ich ausserdem das Tall Ship, einen alten Dreimast-Segler, der in ein Museum umfunktioniert wurde, besucht.

Seit gestern macht sich dann bei mir auch irgendwie eine Grippe breit. Ich war sowieso die laengste Zeit erstaunt, dass ich das nasse Wetter so lange ausgehalten habe ohne krank zu werden... Heute war deshalb ein gemuetlicher Tag. Ich habe die Jugi gewechselt (kleine Nebenwirkung wenn man in der Hauptsaison reist - es ist immer alles ausgebucht und mann muss nehmen was es gibt...) und bin etwas in der Stadt herumgestrollt. Die wichtigsten Regeln des britischen Stadtlebens habe ich ja unterdessen intus:

  • Auch auf dem Fussgaengerstreifen herrscht LINKSVERKEHR. Ja nicht versuchen, einer entgegenkommenden Person nach rechts auszuweichen, das fuehrt zu Zusammenstoessen.
  • Beim Strasse ueberqueren zuerst RECHTS, erst dann LINKS schauen ;-)
  • Strassen-Ampeln dienen der Dekoration. Bei gruen: Strasse ueberqueren. Bei blinkendem gruen: Strasse schnell ueberqueren. Bei Rot: Rechts und links schauen, dann Strasse schnell ueberqueren.
  • Immer eine REGENJACKE und einen REGENSCHIRM dabei haben. Das Wetter mag noch so schoen sein, wenn man das Haus verlaesst - das kann sich innert Minuten aendern! (Aber auch genau so schnell wieder schoen werden :-))

So, das wars von Glasgow. Morgen gehts ab nach Edinburgh

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Glasgow

sunny -17 °C
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Glasgow hats mir echt angetan. Haette ich nur die geringste Ahnung von Architektur, so waere ich von den prunkvollen Haeusern entlang der Shoppingstrasse Buchanan Street wohl noch mehr beeindruckt als ich es so schon bin. Auch die City Chambers (Regierungsgebaeude), welche nun immerhin schon ueber hundert Jahre auf dem Buckel haben, sind absolut prunkvoll. Heute Morgen habe ich mich dann einer gefuehrten Tour durch die Raeumlichkeiten angeschlossen (welche uebrigens zum groessten Teil aus italienischem Marmor und handgeschnitztem Holz aus Spanien bestehen) und es war beeindruckend. Komisch, dass die Politiker in diesem Umfeld ueberhaupt etwas zu Stande bringen... Na gut, die Politik hier kann ich nicht bewerten. Vielleicht bringen sie ja tatsaechlich nichts zu stande :-) In den Pulten der Journalisten sind jedenfalls nicht so nette Kommentare ueber die Politik zu lesen. Fast wie in der Schule, als man noch das Pult bemalt hat. Wenn ich mich an einige Sitzungen des Thuner Stadtrates oder des GGR Steffisburg zurueckerinnere verspuere ich aber tiefste Sympathie fuer die Korrespondentinnen und Korrespondenten, die jeweils an diesen Pulten sitzen und ausharren muessen ;-)
Beim Zmittag im Subway hat mich ein Typ aus Birmingham angesprochen und irgendwann waren wir zusammen in einer Bar und haben einen Pint getrunken (ich Guinness, er irgend etwas aus dem Norden ;-)). War ganz witzig und wir haben uns gut unterhalten. Und ich als Frau bin natuerlich ohne zu bezahlen davon gekommen, wie es sich gehoert. Nach etwa 2 Stunden sind wir dann wieder unsere eigenen Wege gegangen. Das ist immer das schade - man lernt zwar nette Leute kennen, aber es ist nie fuer lange Zeit und die Wege trennen sich irgendwann wieder.

Im Glasgow Green, dem Stadtpark, bin ich dann etwas herumgestrollt und habe den People's Pavillon besucht - wo in einem Treibhaus ein Kaffee betrieben wird. Ziemlich nett, aber einfach etwas warm und tropisch. Vor der Tuer des Pavillon steht der groesste Terracotta-Brunnen der Welt - oder jedenfalls Europas. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher.

Dann bin ich zum aeltesten Haus in Glasgow, dem Provand's Loirdship und der aeltesten Kathedrale. Die Kathedrale hatte etwas sehr friedliches und besinnliches und sie hat mich - nach all den unzaehligen Kathedralen die ich bis jetzt besucht habe - immer noch sehr beeindruckt.

In Glasgow ist zur zeit ein grosses Dudelsack-Festival und wo man in der Stadt auch hingeht hat es Truppen, die pfeifen und tromeln. Ausserdem gibt es jeden Tag einen Act aus dem ausverkauften Military Tattoo in Edinburgh (ICH habe mein Ticket :-)!!!) gratis auf dem Platz vor den City Chambers zu sehen. Die Atmosphaere ist absolut herrlich und ich geniesse sie - gerade nach der etwas bedrueckenden Stimmung in Belfast - in vollen Zuegen.

Das beste kommt noch. Fuer das alles habe ich heute absolut nichts ausgegeben. Irgendwie ist hier alles gratis. Sogar als ich in der Gallery of Modern Art (mit gratis Eintritt) ein Internetkaffee gefunden habe, haben sie dort nur fuer die Ausdrucke Geld verlangt. Die Stunde Internet war gratis (waehrend das in Derry und Belfast 4 Pfund gekostet haette). Sie haben mir sogar einen Ausweis ausgestellt, mit welchem ich einen Monat lang in allen Bibliotheken der Stadt gratis aufs Internet kann. Also irgendwie muss die Politik - zumindest in Sachen Kultur und Tourismus - doch nicht so schlecht sein ;-)

Posted by Guebi 11:54 Archived in Scotland Comments (0)

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