A Travellerspoint blog

Isle of Skye & the Highlands

5-Tage-Tour

all seasons in one day -17 °C

Auf unserer Tour waren wir nur zu sechst. Zwei Chinesinnen (Mutter und Tochter), die kaum jemals etwas sagten, Sean aus Virginia USA und Sue aus Australien, Ich und unser huebscher Fahrer und Reisefuehrer Rab :-). Wir haben absolut viel gesehen und erlebt. Hier nur ein kurzer zusammenschnitt:

Tag Eins (27.August)

  • Unser erster Tag hat uns durch die Birnam Woods (MacBeth laesst gruessen) nach Dunkeld gebracht, wo eir eine Kathedrale aus dem 13.Jahrhundert besucht haben. (Link).
  • Naechster Stopp war Queen's View, scheinbar einer der schoensten Aussichten in Schottland mit Sicht auf Seen und Berge. Es war auch tatsaechlich eine eindrueckliche Aussicht. (Bild)
  • Am Schlachtfeld von Killiecrankie und dem Blair Castle vorbei zu den Steinzeitlichen Graebern Balhuaran of Clara, dann aufs Culloden Battlefield, wo 1746 die letzte Schlacht auf britischem Boden gefochten wurde. Die Jakobiten unterlagen hier unter Bonnie Prince Charles den englischen Regierungstruppen in einem blutigen Gemetzel, was gleichzeitig dem Aufstand der Jakobiten ein Ende bereitete. Eine Immens wichtige Schlacht in der Geschichte Grossbritanniens (und wie Rab argumentierte gar in der ganzen Weltgeschichte).
  • Wieder mal in Inverness angekommen bin ich (zu meiner Ueberraschung) nicht in einer Jugendherberge untergebracht worden, sondern in einem Bed&Breakfast. Auch Sean, der eigentlich genau wie ich Jugi-Unterkuenfte gebucht hatte, war ziemlich erstaunt. Trotzdem sind Sean, Sue und ich gemeinsam zu den Isles of Ness spaziert und dann in ein Pub mit Livemusik zum Znacht und zum Schottischen Ale.
  • Zurueck im B&B hatte ich zwei Zimmer fuer mich alleine, mit eigenem Bad und Fernseher, Schreibtisch, Kleiderschrank, Kaffee- und Teebar und DREI Betten. Na ja, am Tag darauf, als ich die Rechnung dafuer bezahlen musste, wurde mir so einiges klar. Ich habe fuer den Luxus £45 bezahlt (wohl gut 110Fr.) - das haette mir mindestens 3 Naechte in einer Jugi bezahlt. Sean und ich waren ziemlich sauer, wohlwissend dass es in Inverness mindestens 3 Jugendherbergen gehabt haette.

Tag Zwei (28.August)

  • Erster Stopp am zweiten Tag war Beauly mit seiner Abtei-Ruine. Danach ging es weiter zur Glen Ord Distillery, einer weiteren (aber guten!) Whiskydestillerie.
  • Nach einem Schluck Whisky hat uns Rab zur Clootie Well gebracht. Das ist ein uralter Schottischer Pilgerort mit einer Quelle, die heilende Kraefte haben soll. Verwundete Krieger gingen frueher hier hin und haben ihre Wunden mit dem Wasser gereinigt. Als Gegenleistung hat man ein Stueck Stoff (meistens das Stueck, mit welchem man seine Wunden gereinigt hat) an einen Baum oder Ast gehaengt. Der Stoff blieb dort zum verrotten und sollte so quasi der Natur zurueck gegeben werden. Bis heute ist dieser Ort mit einer gewissen Magie verhaftet und Menschen kommen dort hin, um ein Stueck Stoff oder Kleidung dort zu lassen damit ein Wunsch in erfuellung geht. Demzufolge ist der Anblick des Ortes auch ziemlich ungewohnt. Ueberall haengen Kleidungsstuecke von den Baeumen und wenn man den Hintergrund des Ortes nicht kennen wuerde waere es wohl ziemlich Angsteinfloessend!
  • Ueber den Pass Bealach na Ba (uebersetzt: Der Pfad des Viehs) und Plockton sind wir bei der Bruecke zur Isle of Skye im Oertchen Kyle of Lochalsh angelangt, wo wir einen ersten Blick auf Skye werfen konnten.
  • Auf der anderen Seite der Bruecke, in Kyleakin haben wir dann unsere Jugi bezogen. Dieses mal war es auch wirklich eine Jugi und hat einiges weniger gekostet... Sean und Ich haben in unserem Zimmer (das mit TV und Videorekorder ausgestattet war) gepicknickt und Lord of the Flies (aus den 60er Jahren) geschaut und sind dann ins benachbarte Pub zum obligaten Ale und Whisky.

Tag Drei (29.August)

  • An unserem dritten Tag sind wir dann endgueltig nach Skye gefahren. Das Wetter war noch einigermassen klar und Rab hat ein bischen Druck gemacht, weil er uns die Sehenswuerdigkeiten zeigen wollte, bevor der Nebel alles verdeckt. Isle of Skye heisst naemlich scheinbar uebersetzt "The misty island", also die neblige Insel.
  • Erster Stopp war ein kleiner Wasserfall mit Blick auf den Old Man of Storr, einer sehr bekannten Felsformation (Bild), die natuerlich - wie fast alles - mit einer Legende behaftet ist, welche uns Rab erzaehlt hat. Verrate ich aber nicht! :-)
  • Weiter gings zu den Kilt Cliffs, die (wie der Name schon sagt) ein bischen aussehen wie ein schottischer Kilt. Die Klippen waren sehr eindruecklich.
  • Beim Friedhof und Museum in Kilmuir angekommen hat die Insel dann ihrem Namen auch alle Ehre gemacht und es war alles in mehr oder weniger dickem Nebel eingehuellt. Dank den kompetenten Hintergruenden und Geschichten von Rab's Seite waren die ganzen Orte aber trotzdem faszinierend. Er ist selber in den Highlands aufgewachsen und hat alle die Geschichten von klein auf gekannt.
  • Im Hauptort der Insel, in Portree haben wir unsere Mittagspause eingelegt und sind dann zurueck Richtung Festland gereist, vorbei am spukenden Duntlum Castle und dem Hafen Uig, von wo man auf die aeusseren Hebriden reisen kann.
  • Beim Eilean Donan Castle, der scheinbar meist fotografierten Burg Schottlands - die gleichzeitig Drehort des Filmes "Highlander" war, haben wir unseren naechsten Stopp eingelegt. (Bild)
  • Letzter Stopp war dann Loch Garry, welches auch bekannt ist unter dem Namen "Loch of Scotland". Das ganz einfach, weil der See fast exakt die Form von Schottland hat. Man koennte meinen, er waere so konstruiert worden. Wir haben See und Karte abgeglichen und gestaunt. Dann sind wir weiter nach Fort Augustus am suedlichen Ende des Loch Ness, wo wir die naechsten 2 Naechte in einer supper Jugendherberge verbracht haben. Abends natuerlich die obligate Bier und Whisky-Tour mit Sean und dann erschoepft in die Federn.

Tag Vier (30.August)

  • Am Morgen haben wir uns zum Bootstrip auf dem Loch Ness getroffen. Der Typ auf dem Boot war absolut von der Existenz von 18 Geschoepfen, welche quais Ueberreste der Dinosaurier sind, ueberzeugt. Also nicht EIN Loch Ness MONSTER, sondern 18 unbekannte Tiere, welche im riesigen See leben. Auf dem Boot waren absolute high tech geraete, auf welchem man die Form des Lochs und die herumschwimmenden Fische beobachten konnte. Der Typ hat uns Ultraschall-Bilder (oder sonst eine Technologie) gezeigt, auf welchen tatsaechlich riesige Tiere (ca 9-12 Meter Lang) zu erkennen sind. Zudem hat er uns eine Foto gezeigt, die er scheinbar selbst gemacht hat, welche ein Panzerartiges Tier zeigt, das sich wie ein Delphin aus dem Wasser woelbt. Man sieht zwar nicht wirklich viel darauf und ich war aeusserst skeptisch, weil man heute mit Photoshop fast alles hinkriegt. Aber die Aufzeichnungen der Geraete waren sehr eindruecklich und irgendetwas koennte tatsaechlich dort unten herumschwimmen...
  • Nach dem Bootstrip sind wir dem Loch Ness noerdlich gefolgt zum Urquhart Castle. Da aber niemand den horrenden Eintrittspreis bezahlen wollte (und ich ja sowieso schon mit einer Tour dort gewesen bin) wurde das aber nur ein kurzer Foto-Stopp und wir sind weiter in die "Wildnis" des Glen Affric National Parks. Dort haben wir eine kurze Wanderung zu den Plodda Falls gemacht (Bild).

Tag Fuenf (31.August)

  • Auf der Rueckreise nach Edinburgh haben wir wieder diverse Legenden und historische Hintergruende zu hoeren bekommen, von irgendwelchen Clankriegen zu Rob Roy, Robert the Bruce, William Wallace, Bonnie Prince Clyde und dem absolut verschmaehten Edward Longshanks, dem wohl verhasstischen britischen Monarchen hier in Schottland. Ausserdem haben wir bei einem Aussichtspunkt Ben Nevis, dem hoechsten Berg Grossbritanniens (1344m) im Nebel verschwinden gesehen ... und ich habe natuerlich mit den 4600 Metern der Dufourspitze angegeben um allen die Bewunderung zu verderben :-)
  • Unterwegs nach Glenfinnan, wo das beruehmte Eisenbahnviadukt aus dem Harry Potter Film steht, haben wir die Dampfeisenbahn ueberholt, welche auf dieser absolut eindruecklichen Eisenbahnstrecke faehrt. Rab hat den "Hogwarts Express" zum Duell herausgefordert und wir sind im Wettrennen zum Viadukt gefahren, um ein Foto mit Bruecke UND Zug zu kriegen. Na ja... scheinbar ist er ein Bischen ZU schnell gefahren - jedenfalls mussten wir noch gut 5 Minuten warten bis der Zug dann auch da war :-). Die urspruengliche Attraktion in Glennfinnan ist aber ein Monument, das an die Ankunft von Bonnie Prince Clyde erinnert (was ja im Endeffekt den ganzen Aufstand der Jakobiten ausgeloest hat). Scheinbar wird diese historische Staette aber seit dem Harry Potter Boom etwas ignoriert :-). Scott und ich sind auf das Monument geklettert, das kriminell enge und steile Treppen hat. Oben hat es so stark gewindet dass es uns beiden nicht wirklich wohl war und der Besuch relativ kurz ausgefallen ist. Das war aber gut so, denn als wir zurueckgekommen sind haben alle auf uns gewartet und Rab hat schon ganz verzweifelt nach uns gesucht :-)
  • Im absolut IdyllischenTal Glen Coe hat 1692 das in den Highlands bekannteste und tragischste Massaker stattgefunden. Waehrend den jakobitischen Aufstaenden hat der Britische Koenig William of Orange den aufstaendischen Highland-Clans am Clan der MacDonald ein exempel statuieren wollen und er hat den Clan Campbell nach Glencoe geschickt, um die Mitglieder des Clans zu toeten. Die Campbells sind aber nicht hin und haben die MacDonalds in einer Schlacht bekaempft - wie es ja in den Highlands ziemlich ueblich war. Sie haben mitten im kalten Winter an die Tuer der MacDonalds geklopft und um Unterschlupf gebeten. Sie seien hier um die Steuern fuer den Koenig einzuziehen. Obwohl die Campbells bei den MacDonalds verhasst waren haben sie ihnen unterschlupf geboten - ganze 13 Tage sind die Campbells geblieben und haben das beste Essen und die besten Betten der MacDonalds benutzt, um sie dann mitten in der 14.Nacht zu ueberraschen und 38 Menschen im SChlaf zu toeten. Bis heute spucken deshalb Highlanders auf den Boden wenn sie den NAmen Campbell hoeren. Das war sehr kurz, aber hoffentlich verstaendlich :-)
  • Letzter Stopp war dann das Doune Castle, bekannt aus Monty Phyton's Holy Grail, bevor wir zurueck nach Edinburgh gekommen sind. Hier sitze ich jetzt und schreibe das grosse Abenteuer nieder :-) Jetzt muss ich aber Schluss machen, weil Sean ist unterwegs und wir gehen zusammen Mittag essen.

Posted by Guebi 02:33 Archived in Scotland

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