A Travellerspoint blog

Inverness

Hauptstadt der Highlands

overcast -17 °C
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20.August 2007
Habe praktisch den ganzen Tag im Bus verbracht und war dann doch ziemlich froh, endlich in Inverness angekommen zu sein. In der Busstation habe ich mir schon mal meine Tickets nach Orkney gesichert und habe dort auch gerade einen Stadtplan mit Anweisungen zur Jugi erhalten. Dort eingecheckt und alles abgeladen hat es mir gerade noch gereicht, vor 17:30 in der Stadt etwas zu Essen und einen Tigerbalsam zu besorgen. In der Nacht vorher hat mir naemlich eine besorgte (oder auch genervte) Zimmergenossin waehrend der Nacht immer dann ihren Tigerbalsam in die Finger gedrueckt, wenn ich wieder Mal ohne Unterbruch gehustet habe. Und es hat auch hervorragend gewirkt. Na ja, jedenfalls habe ich einen ROTEN Tigerbalsam erwischt und der ist nicht so toll gegen Husten. Er riecht nicht wirklich nach Menthol, sondern eher nach Zimt und er waermt auch nicht so schoen wie der andere. Also musste ich am Tag darauf noch einmal in die Apotheke und habe mir einfach so ein regulaeres Husten-einreibe-Mittel besorgt. Das hat seine Wirkung dann auch getan und seither schlafe ich die Naechte auch wieder ziemlich gut durch.

Abends habe ich dann einen Typen aus Wales kennen gelernt, der gerade von Fort William (an der Westkueste) nach Inverness (Ostkueste) gelaufen ist. War ganz interessant, mit ihm zu plaudern. Dazu kam ein Australier, der irgendwie seit 5 Monaten in der ganzen Welt unterwegs ist... Es gab also viel zu erzaehlen.

21.August
Am Morgen bin ich Richtung Hafen spaziert, um dort eine Delphin-Sighting-Bootsfart zu machen. Wir waren auch anderthalb Stunden auf dem Wasser, aber ausser ein paar Voegeln und einer Robbe gaaaanz weit weg habe ich nichts gesehen. Also, die Landschaft war natuerlich auch nicht ohne, aber ich war ja vor allem wegen den Delphinen da und war dementsprechend enttaeuscht, keine zu Gesicht bekommen zu haben.
Nach einem Frust-Zmittag im McDonalds habe ich dann ganz spontan eine Tour zum Loch Ness gebucht, wo ich auch gerade noch den letzten Platz bekommen habe. Manchmal ist es eben doch ganz gut, alleine zu reisen... :-). Inverness liegt ja am River Ness und es war nur eine kurze Fahrt bis zum Loch Ness. Nach etwa 20 Minuten entlang dem See sind wir auf ein Boot umgestiegen und eine halbe Stunde lang auf Loch Ness getuckert :-). Das gute daran war, dass ich hier schon von Anfang an nicht erwartet hatte, etwas anderes als Landschaft zu sehen, deshalb war ich auch nicht enttaeuscht, als Nessie tatsaechlich nicht aufgetaucht ist :-).
Das Boot hat uns direkt zum Urquhart Castle gebracht - oder zumindest den Ruinen, die von der gewaltigen Burg uebrig geblieben sind, nachdem es waehrend den Auseinandersetzungen zwischen Jakobikanern und der Britischen Krone in die Luft gesprengt worden ist. Die Ruine war sehr eindrucksvoll, auch dank dem fantastischen Blick ueber Loch Ness. Danach gings zurueck nach Inverness.

22.August
Am Morgen bin ich zur Touristen-Information, um mich ueber die City-Sightseeing-Tour mit zusaetzlichem Bus zu umliegenden Sehenswuerdigkeiten zu informieren.Den ersten Bus habe ich dann dummerweise um wenige Minuten verpasst, also habe ich tatsaechlich erst mal die Stadtrundfahrt gemacht. Die war eigentlich ziemlich unspektakulaer.
Mit dem anderen Bus gings dann erst zum Culloden Battlefield, wo die letzte (aeusserst blutige) Schlacht auf Schottischem Boden stattgefunden hat (ich glaube etwa um 1747). Da der Bus aber nur alle 2 Stunden faehrt und ich nicht glaube, dass ich mich so lange auf einem historischen Stueck Moorland haette unterhalten koennen bin ich dort nicht ausgestiegen.
Weiter ging's zum Cawdor Castle (beruehmt durch Shakespeare's MacBeth). Das habe ich besichtigt, zusammen mit den eindrucksvollen Gaerten. Das Schloss selber ist bis heute bewohnt von der Graefin von Cawdor (bis auf die Sommermonate, wo sie anscheinend sonstwo Urlaub macht und die Tueren fuer Touristen oeffnet) und das hat der ganzen Burg einen ganz speziellen Touch gegeben. Es war nicht die "Museums-Stimmung", die sonst an diesen Orten herrscht, sondern es hatte auch Familienfotos, moderne Gemaelde und Buecher in den Raeumen. Ein wirklich tolles Erlebnis.
Nach zwei Stunden gings weiter zum Fort George, einer IMMENSEN Festung, die direkt nach der Schlacht von Culloden gebaut worden ist. Die Briten hatten naemlich Angst, dass die Highlander nach dem schrecklichen Massaker weitere Aufstaende machen wuerden (Anscheinend wurde nachdem die Briten die Schlacht gewonnen hatten der Befehl gegeben, alle Verwundeten und Schaulustigen auf dem Schlachtfeld hinzurichten). Das ist aber nie geschehen - wohl vor allem, weil ja alle Aufstaendigen tot waren. Das Fort wurde also nie fuer seinen urspruenglichen Zweck verwendet - bleibt aber bis heute in Gebrauch des Militaers als Ausbildungsstaette.
Vom Fort hatte man auch einen wunderbaren Ausblick aufs Meer und da bin ich dann ganz unerwartet doch noch zu meinen Delphinen gekommen. Direkt unter den Festungsmauern sind ploetzlich etwa 6-10 Delphine aufgetaucht, die direkt vor unseren Nasen herumgetollt und herumgesprungen sind. Das war natuerlich super :-)

Posted by Guebi 02:40 Archived in Scotland

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