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Sligo

Viel Geduld ist gefragt

overcast
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Fahrplanmaessig sollte mein Bus um 11:30 in Sligo ankommen. Tatsaechlich hatten wir 5 Minuten Verspaetung - was ich als nicht schlecht taxierte. Ich wusste aber auch, dass die Rezeption meiner Jugi um 12 Uhr schliesst und erst um 4 Uhr Nachmittags wieder aufmacht. Also habe ich mich auf die Socken gemacht. Den Anweisungen gefolgt, bis ich 5 vor 12 die Jugi weit und breit noch nirgends sah. Also habe ich angerufen, um sicher zu stellen dass ich auf dem richtigen Weg bin und dass noch jemand da sein wird wenn ich ankomme. Leider hat nur noch der Telefonbeantworter abgenommen und ich wusste, dass ich vor 4 Uhr gar nicht mehr auftauchen musste. Also bin ich mit Sack und Pack in die (eigentlich sehr herzige) Stadt und habe mir ein frust-menu im Burger King gegoennt. Danach bin ich irgendwann am Fluss auf eine Bank gesessen und habe gelesen bis 3. Dann bin ich den weiten Weg zur Jugi (die gehoert irgend einer Kirche und ist deshalb, wohl Traditionsgemaess, auf einem Huegel gelegen. Ziemlich anstrengend mit Sack und Pack). Die Rezeptionistin ist natuerlich mit einer halben Stunde verspaetung angekommen - so lange habe ich noch vor der Jugi gelesen. Wenigstens war das Wetter gut!
Mein Zeug abgeladen bin ich noch mal durch Sligo, das vor allem viele Spuren von William Butler Yeats aufweist. Aber auch sonst ein sehr suesses Staedtchen.

Am zweiten Sligo Tag hatte ich wieder mal eine ernsthafte durchhalte-Krise. Morgens bin ich nach Carrowmore, zu den uralten Graebern, die man dort findet. Mit dem ersten Bus hingefahren und als erste vor Ort hatte ich das ganze Gelaende mehr oder weniger fuer mich und konnte auch schoene Fotos machen. Dann habe ich realisiert, dass der naechste Bus nach Sligo erst nachmittags um 3 faehrt. Also habe ich mir eine Wegbeschreibung geholt und bin losgelaufen. Die Leute dort haben gesagt es seien etwa 3 Kilometer bis Sligo und einen kleinen Spaziergang fand ich ganz ok. Etwa nach einem Kilometer hat mich dann aber ein Bus aufgelesen (der gleiche Buschauffeur, der mich hinausgebracht hat) und irgendwie ist der doch nach Sligo - anders als man mir in Carrowmore gesagt hat. Na ja, jedenfalls waren das sicher mehr als 3 Kilometer und ich war froh konnte ich mitfahren.
Zum Zmittag bin ich zurueck in die Jugi - und die war menschenleer!!! Ich bin in jedes Zimmer und ueberall hin. Es gab keine Taschen, keine Spuren von anderen Gaesten. Da war ich also, ganz alleine. Ein komisches Gefuehl in einem so riesigen Haus. So schnell wie moeglich ging ich wieder in die Stadt mit der Angst, das Haus koennte Abends immer noch so leer sein. In der Stadt habe ich das County Museum, das Yeats Memorial Centre, den Hafen, die Kathedrale und die Touristeninformation besucht. Und als ich damit fertig war, war erst 3 Uhr Nachmittags. Ich war am verzweifeln - der Tag schien kein Ende zu nehmen. Also habe ich beschlossen, ins Kino zu gehen. Dort habe ich HAIRSPRAY gesehen. Ist nicht wirklich empfehlenswert. Aber danach konnte ich wenigstens in die Jugi (wo es gottseidank Leute hatte...). Und irgendwie ging der Tag dann doch noch zu Ende.

Posted by Guebi 04:21 Archived in Ireland

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