A Travellerspoint blog

Liverpool

letzte Station

Unterdessen bin ich zurueck in Liverpool, von wo aus ich morgen zurueck in die Schweiz fliege. Ich freue mich sehr, wieder nach hause zu kommen :-)

Jetzt laeuft gerade meine Zeit ab.

Posted by Guebi 11:51 Comments (0)

York

sunny

3.September
Mit dem Bus bin ich in mit einer guten Stunde Verspaetung ziemlich erschoepft in York angekommen und habe mich in der Jugi eingenistet. Ich habe mir im nahe gelegenen Laden eine Nudelsuppe gekauft und nachdem ich sie aufgeschluerft hatte bin ich auch ziemlich direkt ins Bett.

4.September
Frisch und munter bin ich frueh aufgestanden und runter zum Fruehstueck. Als Einstieg in die Neue Stadt habe ich eine Stadtrundfahrt und eine Bootsfahrt durch York gemacht. Danach bin ich etwas auf den Stadtmauern spaziert und habe den Clifford's Tower besucht (das ist das letzte Ueberbleibsel einer Burg, die dort mal gestanden hat). In der Hoehe des Turms war mir aber sehr unwohl und ich bin nicht lange geblieben ;-). Weiter gings ins sehr eindrueckliche York Castle Museum, wo unter anderem eine ganze Stadt aus dem 19.Jhd nachgebaut ist, durch welche man hindurchspazieren kann. Nach dieser grossen Portion Sightseeing war ich erschoepft und ging zurueck in die Jugi.

5.September
Als Einstieg in den Tag bin ich ins Jorvik Viking Centre gegangen, wo die Ergebnisse einer riesigen Ausgrabung praesentiert werden. In York haben frueher mal ganz viele Vikinger gewohnt und dank dem feuchten Boden hat es hier viele faszinierende Ueberreste dieser Zivilisation. Weiter gings in die beruehmte York Minster, der groessten gothischen Kathedrale Grossbritanniens und ins National Railway Museum - dem groessten Eisenbahnmuseum der Welt. Am Abend habe ich mit zwei Australiern geplaudert bis spaet in die Nacht.

6.September
Mit Amy - einer der beiden Australiern - bin ich mit dem Zug nach Knaresborough, wo wir Mother Shipton's Cave besucht haben. Mother Shipton soll dort zur Welt gekommen sein und es gab einiges uebersinnliches zu sehen (Quelle, die Dinge versteinert, einen Wunschbrunnen und viiiele Geschichten). Wir hatten viel Spass und am Abend sind wir noch zusammen ins Kino, "knocked up" schauen gegangen. War ganz witzig.

Posted by Guebi 11:40 Archived in United Kingdom Comments (0)

Durham

semi-overcast

Nach einer Erholungspause in Edinburgh bin ich mit dem Bus weiter nach Durham. Der Bus war total schmutzig und hat nach Rauch gestunken. Mir war nicht wohl und uebel... Aber irgendwie habe ichs dann doch geschafft... In Durham selbst bin ich in einer Studentenunterkunft gewesen, wo normalerweise Studenten leben - im Sommer verdienen die Universitaeten etwas Geld damit, dass sie die Zimmer als B&B's vermieten. War aber nicht viel teurer als eine Jugi und es war auch ganz schoen wieder mal etwas Privatsphaere zu haben.
Dann habe ich die eindrueckliche Kathedrale besucht (und das heisst viel, wenn mich nach all den Kathedralen noch eine beeindruckt :-)). Die Burg war geschlossen, da gerade eine Hochzeit darin stattfand. Also bin ich noch ein Bischen durch das Prince Bishops Shopping Centre geschlendert und habe mir eine rote Haartoenung gekauft (also nicht erschrecken, ich sehe jetzt aus wie eine Vikingerin :-)))

Am naechsten Morgen habe ich nach ueppigem Fruehstueck doch noch die Burg besucht (die als Universitaet umfunktioniert worden ist). Ich habe mich waehrend der Fuehrung nicht gewagt zu fragen, wie teuer ein Semester an dieser Uni ist, aber ich bin sicher, dass es nur fuer gehobene Familien eine Option ist. War aber eindruecklich, mal hinter die Kulisse einer solchen Universitaetzu sehen.

Posted by Guebi 11:33 Archived in United Kingdom Comments (0)

Isle of Skye & the Highlands

5-Tage-Tour

all seasons in one day -17 °C

Auf unserer Tour waren wir nur zu sechst. Zwei Chinesinnen (Mutter und Tochter), die kaum jemals etwas sagten, Sean aus Virginia USA und Sue aus Australien, Ich und unser huebscher Fahrer und Reisefuehrer Rab :-). Wir haben absolut viel gesehen und erlebt. Hier nur ein kurzer zusammenschnitt:

Tag Eins (27.August)

  • Unser erster Tag hat uns durch die Birnam Woods (MacBeth laesst gruessen) nach Dunkeld gebracht, wo eir eine Kathedrale aus dem 13.Jahrhundert besucht haben. (Link).
  • Naechster Stopp war Queen's View, scheinbar einer der schoensten Aussichten in Schottland mit Sicht auf Seen und Berge. Es war auch tatsaechlich eine eindrueckliche Aussicht. (Bild)
  • Am Schlachtfeld von Killiecrankie und dem Blair Castle vorbei zu den Steinzeitlichen Graebern Balhuaran of Clara, dann aufs Culloden Battlefield, wo 1746 die letzte Schlacht auf britischem Boden gefochten wurde. Die Jakobiten unterlagen hier unter Bonnie Prince Charles den englischen Regierungstruppen in einem blutigen Gemetzel, was gleichzeitig dem Aufstand der Jakobiten ein Ende bereitete. Eine Immens wichtige Schlacht in der Geschichte Grossbritanniens (und wie Rab argumentierte gar in der ganzen Weltgeschichte).
  • Wieder mal in Inverness angekommen bin ich (zu meiner Ueberraschung) nicht in einer Jugendherberge untergebracht worden, sondern in einem Bed&Breakfast. Auch Sean, der eigentlich genau wie ich Jugi-Unterkuenfte gebucht hatte, war ziemlich erstaunt. Trotzdem sind Sean, Sue und ich gemeinsam zu den Isles of Ness spaziert und dann in ein Pub mit Livemusik zum Znacht und zum Schottischen Ale.
  • Zurueck im B&B hatte ich zwei Zimmer fuer mich alleine, mit eigenem Bad und Fernseher, Schreibtisch, Kleiderschrank, Kaffee- und Teebar und DREI Betten. Na ja, am Tag darauf, als ich die Rechnung dafuer bezahlen musste, wurde mir so einiges klar. Ich habe fuer den Luxus £45 bezahlt (wohl gut 110Fr.) - das haette mir mindestens 3 Naechte in einer Jugi bezahlt. Sean und ich waren ziemlich sauer, wohlwissend dass es in Inverness mindestens 3 Jugendherbergen gehabt haette.

Tag Zwei (28.August)

  • Erster Stopp am zweiten Tag war Beauly mit seiner Abtei-Ruine. Danach ging es weiter zur Glen Ord Distillery, einer weiteren (aber guten!) Whiskydestillerie.
  • Nach einem Schluck Whisky hat uns Rab zur Clootie Well gebracht. Das ist ein uralter Schottischer Pilgerort mit einer Quelle, die heilende Kraefte haben soll. Verwundete Krieger gingen frueher hier hin und haben ihre Wunden mit dem Wasser gereinigt. Als Gegenleistung hat man ein Stueck Stoff (meistens das Stueck, mit welchem man seine Wunden gereinigt hat) an einen Baum oder Ast gehaengt. Der Stoff blieb dort zum verrotten und sollte so quasi der Natur zurueck gegeben werden. Bis heute ist dieser Ort mit einer gewissen Magie verhaftet und Menschen kommen dort hin, um ein Stueck Stoff oder Kleidung dort zu lassen damit ein Wunsch in erfuellung geht. Demzufolge ist der Anblick des Ortes auch ziemlich ungewohnt. Ueberall haengen Kleidungsstuecke von den Baeumen und wenn man den Hintergrund des Ortes nicht kennen wuerde waere es wohl ziemlich Angsteinfloessend!
  • Ueber den Pass Bealach na Ba (uebersetzt: Der Pfad des Viehs) und Plockton sind wir bei der Bruecke zur Isle of Skye im Oertchen Kyle of Lochalsh angelangt, wo wir einen ersten Blick auf Skye werfen konnten.
  • Auf der anderen Seite der Bruecke, in Kyleakin haben wir dann unsere Jugi bezogen. Dieses mal war es auch wirklich eine Jugi und hat einiges weniger gekostet... Sean und Ich haben in unserem Zimmer (das mit TV und Videorekorder ausgestattet war) gepicknickt und Lord of the Flies (aus den 60er Jahren) geschaut und sind dann ins benachbarte Pub zum obligaten Ale und Whisky.

Tag Drei (29.August)

  • An unserem dritten Tag sind wir dann endgueltig nach Skye gefahren. Das Wetter war noch einigermassen klar und Rab hat ein bischen Druck gemacht, weil er uns die Sehenswuerdigkeiten zeigen wollte, bevor der Nebel alles verdeckt. Isle of Skye heisst naemlich scheinbar uebersetzt "The misty island", also die neblige Insel.
  • Erster Stopp war ein kleiner Wasserfall mit Blick auf den Old Man of Storr, einer sehr bekannten Felsformation (Bild), die natuerlich - wie fast alles - mit einer Legende behaftet ist, welche uns Rab erzaehlt hat. Verrate ich aber nicht! :-)
  • Weiter gings zu den Kilt Cliffs, die (wie der Name schon sagt) ein bischen aussehen wie ein schottischer Kilt. Die Klippen waren sehr eindruecklich.
  • Beim Friedhof und Museum in Kilmuir angekommen hat die Insel dann ihrem Namen auch alle Ehre gemacht und es war alles in mehr oder weniger dickem Nebel eingehuellt. Dank den kompetenten Hintergruenden und Geschichten von Rab's Seite waren die ganzen Orte aber trotzdem faszinierend. Er ist selber in den Highlands aufgewachsen und hat alle die Geschichten von klein auf gekannt.
  • Im Hauptort der Insel, in Portree haben wir unsere Mittagspause eingelegt und sind dann zurueck Richtung Festland gereist, vorbei am spukenden Duntlum Castle und dem Hafen Uig, von wo man auf die aeusseren Hebriden reisen kann.
  • Beim Eilean Donan Castle, der scheinbar meist fotografierten Burg Schottlands - die gleichzeitig Drehort des Filmes "Highlander" war, haben wir unseren naechsten Stopp eingelegt. (Bild)
  • Letzter Stopp war dann Loch Garry, welches auch bekannt ist unter dem Namen "Loch of Scotland". Das ganz einfach, weil der See fast exakt die Form von Schottland hat. Man koennte meinen, er waere so konstruiert worden. Wir haben See und Karte abgeglichen und gestaunt. Dann sind wir weiter nach Fort Augustus am suedlichen Ende des Loch Ness, wo wir die naechsten 2 Naechte in einer supper Jugendherberge verbracht haben. Abends natuerlich die obligate Bier und Whisky-Tour mit Sean und dann erschoepft in die Federn.

Tag Vier (30.August)

  • Am Morgen haben wir uns zum Bootstrip auf dem Loch Ness getroffen. Der Typ auf dem Boot war absolut von der Existenz von 18 Geschoepfen, welche quais Ueberreste der Dinosaurier sind, ueberzeugt. Also nicht EIN Loch Ness MONSTER, sondern 18 unbekannte Tiere, welche im riesigen See leben. Auf dem Boot waren absolute high tech geraete, auf welchem man die Form des Lochs und die herumschwimmenden Fische beobachten konnte. Der Typ hat uns Ultraschall-Bilder (oder sonst eine Technologie) gezeigt, auf welchen tatsaechlich riesige Tiere (ca 9-12 Meter Lang) zu erkennen sind. Zudem hat er uns eine Foto gezeigt, die er scheinbar selbst gemacht hat, welche ein Panzerartiges Tier zeigt, das sich wie ein Delphin aus dem Wasser woelbt. Man sieht zwar nicht wirklich viel darauf und ich war aeusserst skeptisch, weil man heute mit Photoshop fast alles hinkriegt. Aber die Aufzeichnungen der Geraete waren sehr eindruecklich und irgendetwas koennte tatsaechlich dort unten herumschwimmen...
  • Nach dem Bootstrip sind wir dem Loch Ness noerdlich gefolgt zum Urquhart Castle. Da aber niemand den horrenden Eintrittspreis bezahlen wollte (und ich ja sowieso schon mit einer Tour dort gewesen bin) wurde das aber nur ein kurzer Foto-Stopp und wir sind weiter in die "Wildnis" des Glen Affric National Parks. Dort haben wir eine kurze Wanderung zu den Plodda Falls gemacht (Bild).

Tag Fuenf (31.August)

  • Auf der Rueckreise nach Edinburgh haben wir wieder diverse Legenden und historische Hintergruende zu hoeren bekommen, von irgendwelchen Clankriegen zu Rob Roy, Robert the Bruce, William Wallace, Bonnie Prince Clyde und dem absolut verschmaehten Edward Longshanks, dem wohl verhasstischen britischen Monarchen hier in Schottland. Ausserdem haben wir bei einem Aussichtspunkt Ben Nevis, dem hoechsten Berg Grossbritanniens (1344m) im Nebel verschwinden gesehen ... und ich habe natuerlich mit den 4600 Metern der Dufourspitze angegeben um allen die Bewunderung zu verderben :-)
  • Unterwegs nach Glenfinnan, wo das beruehmte Eisenbahnviadukt aus dem Harry Potter Film steht, haben wir die Dampfeisenbahn ueberholt, welche auf dieser absolut eindruecklichen Eisenbahnstrecke faehrt. Rab hat den "Hogwarts Express" zum Duell herausgefordert und wir sind im Wettrennen zum Viadukt gefahren, um ein Foto mit Bruecke UND Zug zu kriegen. Na ja... scheinbar ist er ein Bischen ZU schnell gefahren - jedenfalls mussten wir noch gut 5 Minuten warten bis der Zug dann auch da war :-). Die urspruengliche Attraktion in Glennfinnan ist aber ein Monument, das an die Ankunft von Bonnie Prince Clyde erinnert (was ja im Endeffekt den ganzen Aufstand der Jakobiten ausgeloest hat). Scheinbar wird diese historische Staette aber seit dem Harry Potter Boom etwas ignoriert :-). Scott und ich sind auf das Monument geklettert, das kriminell enge und steile Treppen hat. Oben hat es so stark gewindet dass es uns beiden nicht wirklich wohl war und der Besuch relativ kurz ausgefallen ist. Das war aber gut so, denn als wir zurueckgekommen sind haben alle auf uns gewartet und Rab hat schon ganz verzweifelt nach uns gesucht :-)
  • Im absolut IdyllischenTal Glen Coe hat 1692 das in den Highlands bekannteste und tragischste Massaker stattgefunden. Waehrend den jakobitischen Aufstaenden hat der Britische Koenig William of Orange den aufstaendischen Highland-Clans am Clan der MacDonald ein exempel statuieren wollen und er hat den Clan Campbell nach Glencoe geschickt, um die Mitglieder des Clans zu toeten. Die Campbells sind aber nicht hin und haben die MacDonalds in einer Schlacht bekaempft - wie es ja in den Highlands ziemlich ueblich war. Sie haben mitten im kalten Winter an die Tuer der MacDonalds geklopft und um Unterschlupf gebeten. Sie seien hier um die Steuern fuer den Koenig einzuziehen. Obwohl die Campbells bei den MacDonalds verhasst waren haben sie ihnen unterschlupf geboten - ganze 13 Tage sind die Campbells geblieben und haben das beste Essen und die besten Betten der MacDonalds benutzt, um sie dann mitten in der 14.Nacht zu ueberraschen und 38 Menschen im SChlaf zu toeten. Bis heute spucken deshalb Highlanders auf den Boden wenn sie den NAmen Campbell hoeren. Das war sehr kurz, aber hoffentlich verstaendlich :-)
  • Letzter Stopp war dann das Doune Castle, bekannt aus Monty Phyton's Holy Grail, bevor wir zurueck nach Edinburgh gekommen sind. Hier sitze ich jetzt und schreibe das grosse Abenteuer nieder :-) Jetzt muss ich aber Schluss machen, weil Sean ist unterwegs und wir gehen zusammen Mittag essen.

Posted by Guebi 02:33 Archived in Scotland Comments (0)

Orkney

viel noerdlicher gehts nicht :-)

overcast -17 °C
View Sommer 2007 on Guebi's travel map.

23.August
Als ich zum Fruehstueck in die Gemeinschaftskueche ging musste ich feststellen, dass mir eine(r) meiner netten Mitbewohner(innen) mein Nutella geklaut hat. Das ist echt ein ziemliches Problem. Die Leute klauen einfach das Essen der anderen und wenn man etwas speziell gutes hat, sollte man es nicht unbeaufsichtigt in der Kueche lassen... Ich sollte es ja langsam wissen... Na ja, so hats halt 'blutts' Toast zum Fruehstueck gegeben.
Nachmittags um 14:30 ist dann mein Bus nach John O'Groats - dem Noerdlichsten Punkt vom schottischen Festland - losgefahren. Das war aber noch nicht gut genug fuer mich, und ich habe noch die Faehre nach Romsay auf den Orkney Islands genommen. Das Meer war ziemlich ruhig und so war die gut 40-Minuetige ueberfahrt in der relativ kleinen Passagier-Faehre ganz ok. Am Hafen von Romsay hat auch schon ein Bus auf uns gewartet, der uns in die Hauptstadt Kirkwall gebracht hat. Auf der Faehre habe ich Sam aus San Francisco und einen aelteren Herrn aus Neuseeland kennen gelernt. Abends bin ich dann mit ihnen zum Znacht eingekehrt und sie haben mir erzaehlt, dass sie die einzigen zwei seien, die am naechsten Tag auf eine Tour durch Orkney teilnehmen wuerden. Ich habe beschlossen, mich der Tour anzuschliessen falls irgendwie noch moeglich, da ich noch nicht wirklich einen Plan hatte, was ich hier sehen wollte. Mit Sam bin ich dann noch in die naechste Bar zu einem schottischen Whisky und einem irischen Bayleys :-). Gentleman-like hat er mich sogar zur Jugi zurueckbegleitet und am naechsten Morgen dem Reisefuehrer angerufen um zu fragen, ob ich auch noch an der tour teilnehmen koenne.

24.August
Morgens frueh hat mich Sam angerufen um mir zu sagen, dass alles gut sei und ich mit ihnen mitfahren koenne. Um 9:30 haben sie mich direkt bei der Jugi abgeholt und schon ging es los. Es war echt cool nur zu Dritt mit einem eigenen Fuehrer, der hier in Orkney geboren und aufgewachsen ist. Er hatte jede Menge zu erzaehlen und hatte auf alle unsere Fragen eine kompetente Antwort. Unser erster Stopp war bei einem steinzeitlichen Grab "Maeshowe", das - vor allem dank den Runen von Wikingern, die im Grab Schuzt vor einem Unwetter gesucht haben - absolut faszinierend war. Uns wurde gesagt, dass dies die best erhaltene und wichtigste Runensammlung ausserhalb Norwegens sei und das war nicht schwer zu glauben.
Weiter gings zum Ring of Brodgar, einem Steinkreis der viel groesser und eigentlich noch imposanter war als Stonehenge. Zudem konnte man wirklich zu den Steinen hin gehen, was bei Stonehenge unmoeglich war. Weiter zu den gut erhaltenen Ueberresten eines neolithischen Dorfes in Skara Brae. Ebenfalls faszinierend, wie die Menschen vor 5000 Jahren Haeuser aus Stein gebaut haben mit Moebeln aus Stein (Betten und Regale, die bis heute gehalten haben - da ist wohl die Qualitaet von IKEA-Moebeln nichts dagegen). Die italian Chapel wurde waehrend dem 2.Weltkrieg von italienischen Kriegsgefangenen erbaut, die hier stationiert waren. Die Kapelle ist eigentlich einfach eine Unterkunft der Gefangenen, die sie selber umgebaut und bemalt haben mit allen Mitteln, die ihnen zur Verfuegung standen (das Reicht von Dosen ueber Stoessdaempfer und sonst das Meiste aus Zement). Das ganze wurde aber so dekoriert, dass es auf den ersten Blick wirklich aussieht wie eine Kapelle aus Marmor und mit echten Kirchenfenstern und weiss der Gugger was. Das muesst ihr euch auf den Fotos anschauen. Ist schwer zu erklaeren.
Die Kriegsgefangenen haben diese Kapelle aber natuerlich nur in ihrer Freizeit gebaut. Eigentlich waren sie hier, um Blockaden zu bauen, welche Churchhill angeordnet hat (Churchhill-Blockaden). Alle Kanaele sollten barrikadiert werden, damit die Deutschen nicht hindurchsegeln konnten. Zu diesem Zweck wurden auch im ganzen Kanal absichtlich Schiffe versenkt, deren Wracks bis heute gut sichtbar aus dem Wasser ragen. Item. Die Blockaden: Laut Genfer Menschenrechtskonvention duerfen Kriegsgefangene scheinbar nicht Arbeiten verrichten, welche militaerischen Zweck hat. Die Leute hier haben deshalb offiziell gesagt, das seien keine Barrikaden, sondern Verbindungs-Daemme zwischen den verschiedenen kleinen Inseln. Das Problem haben sie also ganz geschickt umgangen. Tatsaechlich ist es aber so, dass die Daemme bis heute wirklich die einzige Verbindung zwischen den betroffenen Inseln darstellen (waehrend vorher Faehren fuhren). Ein sehr eindruecklicher und lehrreicher Tag!!!!

Morgen gehts zurueck nach Inverness, dann Edinburgh, wo ich am Montag auf eine 5-taegige Tour durch die Highlands und die Isle of Skye aufbreche.

Posted by Guebi 12:22 Archived in Scotland Comments (3)

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